Zur Jugendumfrage der Jusos Landsberg

18. Mai 2012

Zwischen August und Dezember 2011 führten die Jusos eine Umfrage unter Jugendlichen im Landkreis durch. Gefragt wurde nach der Bewertung verschiedener Angebote bezüglich Bildung und Freizeitgestaltung. Zudem hatten die jungen Erwachsenen die Möglichkeit, eigene Meinungen und Vorschläge anzubringen. Die Erhebung per Internet und vor verschiedenen Schulen im Landkreis zeigte, dass sich die Jugendlichen sehr für die Aktion interessierten. Viele schienen jedoch auch überrascht, nach ihrer Meinung gefragt zu werden. Auffällig war zudem die häufige Angabe „nütze ich nicht“. Viele Jugendliche haben keinen Zugang zu bereits vorhandenen Angeboten. Eine bessere Informationspolitik und ein direktes Zugehen auf die Jugendlichen wären hilfreich.

Auftakt zur Jugendumfrage 2011-2

In der Auswertung ergab sich ein unterschiedliches Bild der Bedürfnisse von Jugendlichen über und unter 18 Jahren. Über- wie auch unter 18-jährige erschienen am Zufriedensten mit dem Angebot an Sportplätzen sowie Jugendtreffs und Bauwagen. Auch das Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie an Bademöglichkeiten in Bädern und Seen fand meist ihre Zustimmung. Uneinig waren sie sich bezüglich Beratungs- und Hilfsangeboten, die die über 18-jährigen als sehr positiv bewerteten, die unter 18-jährigen bemängelten.

Die schon volljährigen Jugendlichen kritisierten einen Mangel an Informationen über mögliche Ausbildungsarten. Im Gespräch zeigte sich, dass Abiturienten sich mehr Informationen über Alternativen zum Studium an einer Hochschule gewünscht hätten, während Haupt- und Realschüler gerne mehr Informationen über Bildungswege nach Abschluss einer Lehre hinsichtlich Technikerschulen und Studienmöglichkeiten u.a. bekommen hätten. Ebenfalls unzufrieden waren die über 18-jährigen mit dem Angebot an geteerten Rundwegen zum Radfahren und Inline skaten, dem ÖPNV sowie dem Angebot an günstigen Freizeitmöglichkeiten verschiedenster Art (z.B. Klettern).

Die noch unter 18-jährigen bemängelten ebenfalls den ÖPNV, der vor allem den nicht-Landsbergern abseits von den Fahrten in die Schule und zurück kaum Freiheiten zugesteht. Ebenfalls schlecht bewertet wurde abermals das Angebot an Freizeitmöglichkeiten abseits von Sportplätzen. Dazu wurde das Angebot an außerschulischer Bildung kritisiert, sowie die geringe Behindertenfreundlichkeit aller Angebote.

Konkrete Vorschläge der Jugendlichen sowie der Jusos des Landkreises werden ausgearbeitet und durch entsprechende Anträge weiterverfolgt. Dies betrifft vor allem die in der Umfrage aufgetretenen Schwerpunkte Verkehr, Bildung und Freizeitgestaltung. Im Rahmen der Diskussion um die Inklusion wäre vor allem auch eine Schaffung von Angeboten die behinderte und nicht-behinderte Jugendliche gleichermaßen nützen könnten wünschenswert.

von Kathrin Pfeffer, stellvertretende Vorsitzende Jusos - Landsberg

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